Didaktik der deutschen Sprache und Literatur
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Was hat Europa mit mir zu tun? Europa aus der Sicht von jungen PolitikerInnen aus Deutschland und Polen

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Ein Kooperationsprojekt zwischen der LMU München und der UAM Posen

Forschungsinteresse: Was hat Europa mit mir zu tun?- Europa aus der Sicht von jungen PolitikerInnen aus Deutschland und Polen

Der Weg zu einer europäischen Gemeinschaft war jeher nicht reibungsfrei. Allerdings führen gegenwärtig globale Herausforderungen verstärkt zu Erschütterungen und behindern die europäische politische Zusammenarbeit, die (mühsame) Identitätsfindung oder -stiftung in Vereinbarung von Nationalität und Supranationalität. Infolgedessen erhalten die euroskeptischen Tendenzen Auftrieb und die internationalen Beziehungen wandeln sich von einem konstruktivistischen Miteinander zu einer Wiederentdeckung neorealistischer Positionen, wobei eine Renaissance des starken Nationalstaates unter der Führung einer, meist eher, autokratisch-national orientierten Partei oder Persönlichkeit formieren. Ein Beispiel hierfür ist die polnische Regierungspartei PiS, sie fährt einen konservativ-national orientierten Kurs und gibt sich europakritisch, indem sie sich gegen Beschlüsse der EU stellt oder durch Reformen in die Kritik gerät. Konträr dazu wird Deutschland und seine politische Ausrichtung stets als ein wichtiger Stützpfeiler für Europa stilisiert. Allerdings findet sich in Deutschland mit der AFD, welche in allen Landesparlamenten und der Bundesregierung vertreten ist, auch eine national-konservative und eurospektische Partei wieder.

Der Diskurs über Europa, befürwortend oder kritisierend, wird maßgeblich durch institutionalisierte AkteuerInnen aus der Politik, Organisationen und Institutionen, sowie dem Journalismus gestaltet und geprägt. Als Spannungsfelder werden beispielsweise die nationalen Identität(en) gegenüber einer supranationalen Identifikation mit Europa ausgemacht. Wobei das eine das andere zu behindern scheint.

Forschungsvorhaben und -methoden

Es wird ein linguistisches (Diskurs- und Korpusanalytisch) und qualitatives Studiendesign entwickelt. Diese Kombination ermöglicht es, Sichtweisen junger, politisch engagierter Menschen auf Europa multiperspektivisch und komplementär zu erforschen. Mit dem Ziel zu erforschen, welche Inhalte und Konzepte kommuniziert werden und welche kausalen Begründungsstrukturen dahinter stehen. Dabei soll sich der linguistische Part mit einer multimedialen Analyse befassen, wie Websites und Social Media. Das qualitative Studiendesign zielt vor allem auf die Erhebung und Auswertung verbaler oder verschriftlicher Daten ab, die besonders mithilfe von Interviews erhoben werden sollen.

Teilnahme an der Forschung:

Für das Qualitative Studiendesign werden (Jung-)PolitikerInnen oder Parteimitglieder im Alter von 18-35 Jahren, die in den Parteien: AfD, CDU/CSU, FDP, Die Linke oder deren Jungendorganisation: Junge Alternative für Deutschland, Junge Union, Junge Liberale, Linksjugend Solid aktiv sind, für ein Interview im Zeitrahmen von ca. 60 Minuten gesucht.

Ebenso werden PolitikerInnen und Parteimitglieder der polnischen Parteien oder Jugendorganisationen: PiS, Platforma Obywatelska; Nowoczesna, Sojusz Lewicy Demokratycznej gesucht.

Ebenso richtet das Studiendesign den Blick auf Personen, die als RepräsentantInnen eines gemeinsamen Europas oder der EU/einer Organisation der EU definiert werden.

Bei Fragen oder Interesse an der Teilnahme an der Forschung senden Sie bitte eine E-Mail an Elias.Bernhart@gsi.uni-muenchen.de oder Elias.Bernhart@germanistik.uni-muenchen.de

Forschungsteam

Prof. Dr. Anja Ballis

Prof. Dr. Beata Mikołajczyk

Dr. Karolina Waliszewska

Elias Bernhart, MA

 

Das Projekt wird gefördert durch die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung (DPWS)

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