Didaktik der deutschen Sprache und Literatur
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Lisa Schwendemann: "Nicht so das normale Halligalli" - Eine qualitative Studie zur Rezeption von Theaterprojekten zur Thematik der NS-Verbrechen

Im Jahr 2017 entstanden zahlreiche Theaterprojekte zur Thematik der NS-Verbrechen, die unter Mitarbeit von Laien wie Schüler(inne)n oder Studierenden (mit-)entwickelt wurden. Darunter befinden sich auch die Projekte „Nicht vergessen!“, „Spurensuche – Was für ein Mensch willst du sein?“ und das „Weiße-Rose-Gedenkkonzert“.

Diese stehen exemplarisch für eine Vielzahl von Projekten, wie sie in den letzten Jahren von Bildungseinrichtungen mit originärem Bildungsauftrag sowie darüber hinaus von Stiftungen, Vereinen, Verbänden oder Gedenkstätten gefördert wurden. Ihre Gemeinsamkeit liegt in der Thematisierung von Gräueltaten der NS. Sie wurden, teilweise verbunden mit biographischer Quellenarbeit, von den Laien selbst erarbeitet und anschließend häufig an einem historisch ‚authentischen‘ Ort aufgeführt. Die Darstellung des NS-Terrors entzieht sich dabei oft einem konkreten Zugriff. Darüber hinaus wird der Zuschauer häufig in das Geschehen eingebunden, was eine Auflösung der Bühnendistanz zur Folge hat.


Im Rahmen dieser Studie soll die Struktur und Rezeption derartiger Theaterprojekte herausgearbeitet und gezeigt werden, welchen Beitrag sie zur Vermittlung der Thematik und zur Erinnerung leisten können. Zur Auswertung der Daten wird die Grounded Theory Methodology gewählt. Sie kann helfen, das Phänomen der sozialen Wirklichkeit (die vermehrte theatrale Verarbeitung von Verbrechen der NS-Zeit im Bildungskontext) sowie deren Rezeption durch das Publikum zu verstehen und zu deuten.

Kontakt und mehr:

Lisa Schwendemann


Servicebereich