Didaktik der deutschen Sprache und Literatur
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Forschung

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A. Grammatik und Grammatikunterricht

Die Diskussion, welche Rolle Grammatik und Sprachwissen im Deutschunterricht spielen sollen, hat eine lange Tradition. In den letzten Jahren zeichnet sich ab, dass der Sprache generell wieder mehr Bedeutung im DU zugemessen wird. Zwei zentrale Fragen sind dabei zu erörtern: 1. Leistet ein problemorientierter Ansatz des Grammatikunterrichts mehr, um dessen Ergebnisse und Inhalte auch für andere Kompetenzbereiche fruchtbar zu machen? 2. Welche grammatischen (resp. linguistischen) Themen weisen die größte Exemplarizität bzw. Relevanz für den Deutschunterricht auf?

Programmatische und praxisbezogene Publikationen:

Rödel, Michael (2014): Was können Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik leisten? Perspektiven für den Deutschunterricht. In: Mitteilungen des Germanistenverbandes 61, S. 292-312.

Rödel, Michael (2018): Gesprochener und geschriebener Standard in der Schule. Diskriminierung, Kompassfunktion und didaktischer Mehrwert. In: Mündlicher Sprachgebrauch zwischen Normorientierung und pragmatischen Spielräumen, hg. von Georg Albert und Sabine Diao-Kläger, Tübingen: Stauffenburg, S. 133-150.

Rödel, Michael (2016): Möglichkeiten der Redewiedergabe bei Textinterpretationen. In Texten auf Texte und Materialien Bezug nehmen. In: Praxis Deutsch 256, 50-58.

Rödel, Michael (2019): Verschiebebahnhof. Dem „Variationsgebot“ mithilfe der Satzgrammatik gerecht werden. In: DaZ Sekundarstufe 1/2019, S. 9-12.

Projekt: Fach PLUS Didaktik: Professionell Handeln im Schulfach Deutsch (Qualitätsoffensive Lehrerbildung)

Die Fachteile Germanistische Linguistik und Didaktik der deutschen Sprache und Literatur arbeiten in diesem Projekt zusammen, um den Studierenden unterrichtsrelevantes Sprachwissen zu vermitteln (im Basismodul für Linguistik) und dieses direkt mit dem Erwerb fachdidaktischer Kompetenz (in entsprechenden Seminaren im Profilmodul der Fachdidaktik) zu koppeln. In einer Dissertation soll erforscht werden, inwieweit sich dieser wechselseitige Bezug von Fachwissen und fachdidaktischem Wissen sowie die Kopplung an die Unterrichtspraxis (z. B. in Praktika) in einer Professionalisierung des Unterrichtshandelns niederschlägt.

Projektpartner: Prof. Dr. Elisabeth Leiss, Prof. Dr. Michael Rödel, Jun.-Prof. Dr. Oliver Schallert, Prof. Dr. Guido Seile

Projektmitarbeiter: Maurice Hüttemann

B. Schreiben in der Schule

Der Kompetenzbereich „Schreiben“ beansprucht viel Zeit und Energie der Deutsch-Lehrenden – und häufig bleibt der Eindruck, dass das eigene Tun kaum Verbesserungen bei Schülerinnen und Schülern zeitigt. Gleichzeitig ist es aber ein großer Erfolg des Deutschunterrichts der letzten Jahre, dass Schreiben in der Schule zunehmend weniger als reine Talentfrage verstanden wird. Dennoch: Verschiedene Studien zeigen, dass die Schreibmotivation von Schülerinnen und Schülern während ihrer Schulkarriere laufend abnimmt. Für die Fachdidaktik geht es daher auch darum, Konzepte zu entwickeln, wie die Errungenschaften von Schreibdidaktik und Schreibforschung mit den konventionalisierten Schreibformen der Schule vermählt werden können – und wie damit die Arbeit der Lehrkräfte vereinfacht werden kann.

Aktuelle Publikationen:

Rödel, Michael (2018): Interpretationsaufsätze schreiben. Ein Handbuch. 2. aktualisierte Auflage, Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren (= Thema Sprache. Handbücher für den Unterricht 3)

Rödel, Michael (2018): „Ein hitziges Spiel mit vielen Toren“. Über ein Fußballspiel berichten und leserorientiert formulieren. In: Deutsch 5-10, 56, S. 16-22.

Projekt: Schreiben in der Schule. In Zeiten der Digitalisierung. (VW-Stiftung, Originalitätsverdacht „Komm ins Offene“)

Der digitale Wandel erfasst nicht nur das Schreiben als Kulturtechnik, sondern auch die zunehmend vernetzten Klassenzimmer. Gleichzeitig zerfallen die Diskurse über das Schreiben in der Schule: Forschungen und Diskussionen über das Rechtschreiben, das Hand- und Computerschreiben als Technik und das Schreiben von Texten werden selten aufeinander bezogen.
Die Digitalisierung macht es notwendig, Brücken zwischen diesen Diskursen zu bauen und grundsätzliche Fragen zu klären, welche Ziele wir mit dem Schreiben im Deutschunterricht der Schule verfolgen und welche Bedeutung das Schreiben in einer zunehmend digitalen Gesellschaft einnehmen wird. Im Zentrum eines Konzepts müssen Kompetenzen stehen, von denen die Schülerinnen und Schüler auch dann noch profitieren, wenn die heute prominenten Digitalisierungsphänomene schon wieder von gestern sind.

C. Zentrale Herausforderungen der Unterrichtsplanung im Fach Deutsch

Dass die Fachdidaktik für die Schulpraxis (zu) wenig zu bieten habe, ist ein gängiger Vorwurf aus der Schule. In diesem Projekt soll anhand verschiedener Parameter kategorisiert werden, welchen zentralen Herausforderungen sich Lehrkräfte bei der Unterrichtsplanung im Fach Deutsch stellen müssen (in ersten Rückmeldungen zeigt sich bereits, dass Lehrkräfte die Planung im Fach Deutsch als verhältnismäßig aufwändig einschätzen). Nach der Beschreibung dieser zentralen Herausforderungen ist es der zweite Schritt des Projekts, Konzepte und Ideen aus Fachwissenschaften und Fachdidaktik vorzustellen, die Lehrkräfte bei der Unterrichtsplanung unterstützen oder mit neuen Impulsen versorgen können.

Programmatische Publikation:

Rödel, Michael (2019): Praxis der Unterrichtsvorbereitung (im Fach Deutsch). In: Kernbegriffe der Sprachdidaktik Deutsch, hg. von Björn Rothstein und Claudia Müller (3. Auflage), Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren

 


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